Wildkräuter & Beeren - Tipps rund ums sammeln

Wildkräuter & Beeren – Tipps rund ums sammeln

Wildkräuter & Beeren – sammeln leicht gemacht

Nachdem ich schon öfter über verschiedene Wildkräuter geschrieben habe, gibt es heute zu diesem Thema einige Tipps rund um das Sammeln. Bevor es jedoch mit dem Sammeln losgehen kann, sollte man am Besten immer eine Schere und/oder ein Messer zum Ernten der Pflanzen, sowie eventuell auch ein paar Handschuhe (gerade bei Brennnesseln) einpacken.

Beim Sammeln von Wildkräutern sollte man am Besten auf Stoffbeutel oder Papiertüten zurückgreifen. Alles was aus Metall oder Plastik besteht, lässt die Kräuter recht schnell schwitzen und das sollte vermieden werden.

Wildkräuter nur an unbelasteten Stellen sammeln

Beim Sammeln von Wildkräutern sollte man sich immer genau nach unbelasteten Stellen umsehen. Alos nicht in der Nähe von Straßen, oder Feldern und Weinbergen die meist gespritzt werden. Am Besten sind wilde, naturbelassene Wiesen, meist nahe an Waldgebieten gelegen.

Sammeln an unbelasteten Stellen

Wildkräuter nur im gesunden Zustand sammeln

Es werden nur gesunde Pflanzen gesammelt. Ist eine Pflanze schon weiß besprenkelt oder weist Flecken auf den Blättern auf, dann sollte man sie besser in Ruhe lassen. Hast Du eventuell das Gefühl, dass die Pflanze nicht gesund aussieht, dann meide auch diese und lasse sie stehen.

Wildkräuter sammeln an bevorzugten Tagen

Das Sammel sollte immer an trockenen und sonnigen Tagen stattfinden. Am besten in den Vormittagsstunden. Wenn es vor der Sammelzeit ein bis zwei Tage Sonnenlicht gegeben hat, dann ist es optimal. Beim Sammeln am Abend, bei Morgentau oder an regnerischen Tagen verlieren die Wildkräuter ihr wunderbares Aroma.

Nicht bei strahlendem Sonnenschein sammeln

Wildkräuter nicht bei strahlendem Sonnenschein sammeln

Zudem sollte man auch darauf achten, die Wildkräuter nicht bei direktem, oder zu starkem Sonnenlicht zu sammeln. Auch zum Trocknen an der Luft sollten die Kräuter ebenso wenig dem direkten Sonnelicht ausgesetzt sein. Eine Temperatur zwischen 20 – 30 Grad ist die behutsamste und beste Art für das Trocknen der Wildkräuter.

Die Wildkräuter lassen sich auf einem Leinentuch, oder einem dafür typischen Sieb mit Holzrahmen trocknen. Außerdem geht das Trocknen auch wunderbar in einem Dörrgerät bei niedrigen Temperaturen. Ansonsten kannst Du die Wildkräuter zum Trocknen natürlich auch aufhängen, so wie es früher schon gemacht wurde. Nimm dafür immer nur etwa zehn Pflanzen je Sorte und binde sie mit einem dickeren, naturbelassenen Bindfaden zusammen. Anschließend werden sie kopfüber und luftig aufgehangen. Dafür eignet sich ein Gartenhäuschen oder wenn vorhanden auch eine Vorratskammer.

Wildkräuter nach dem Sammeln aufbewahren

Nach dem Trocken sollte man die Wildkräuter nicht gleich zerkleinern. Die Blätter werden im Ganzen belassen und erst kurz vor der Verwendung zerbrochen oder zerrieben. Denn sonst gehen die Inhaltsstoffe und das Aroma beim vorzeitigen zerkleinern durch das Verletzen der Zellstruktur verloren. Am Besten bewahrt man die Kräuter im Ganzen in verschließbaren Gefäßen (Porzellan, Glas) auf. Auch hier würde ich in jedem Fall auf Metall oder Plastik verzichten. Die Kräuter sollten dunkel gelagert werden und dürfen auf keinen Fall mit Feuchtigkeit in Berührung kommen.

Nach dem Trocken die Wildkräuter nicht gleich zerkleinern.

Wildkräuter nach dem Waschen trocknen lassen

Wenn Du die Wildkräuter lieber gerne waschen möchtest, dann trockne sie unmittelbar danach mit einem Küchenpapier oder einem Geschirrtuch nach. Nässe oder Feuchtigkeit können sehr schnell eine Schimmelbildung zur Folge haben. Das ist natürlich nur dann wichtig, wenn man die Kräuter trocknen möchte.

Ganz wichtig! Bitte IMMER nur die Wildkräuter sammeln, die Du auch wirklich ganz sicher erkennen kannst, um eine Verwechslungsgefahr zu vermeiden. Zudem sollte man keine geschützten Wildpflanzen pflücken oder beschädigen. Die Listen dieser geschützten Pflanzen sind übrigens bei Natur- und Umweltschutzorganisationen erhältlich.

Ansonsten alles Liebe für DICH
und einen schönen Start in die neue Woche,
Lill ♥

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4 Replies to “Wildkräuter & Beeren – Tipps rund ums sammeln”

  1. Hallo liebe Lill,
    sehr schöner Post 🙂 Wie sieht es denn mit dem Fuchsbandwurm aus beiden Wildkräutern? Es heißt ja immer, dass man von Beeren am Wald und so die Finger lassen soll, außer sie werden gekocht…..Ist das bei Kräutern nicht so?
    Hab einen wunderschönen Start in die neue Woche und sei liebst gegrüßt
    Christel

    1. Liebe Christel,
      entgegen hartnäckiger Gerüchte gibt es laut Robert-Koch-Institut ( Einrichtung in Sachen Krankheitsüberwachung und -prävention, Leitinstitut für öffentliche Gesundheitsdienste) keine Hinweise auf die Übertragung durch den Verzehr von Wildpflanzen oder Waldbeeren. Die Gefahr ist wie ein Sechser im Lotto. Ich persönlich habe da überhaupt keine bedenken. Wenn Du beispielsweise mit dem Hund oder der Katze schmust, ist die Gefahr viel eher gegeben.

      Textauszug: Menschen, die in der Landwirtschaft tätig sind, weisen ein erhöhtes Ansteckungsrisiko auf. Auch Hundehalter sind stärker gefährdet. Bislang gibt es noch keine eindeutigen Hinweise darauf, dass das Sammeln und Essen von Beeren oder Pilzen die Infektionsgefahr erhöht. (Quelle: Berufsverband Deutscher Internisten e.V.)

      Aber wer da ein unsicheres Gefühl hat und auch eine gewisse Angst vorherrscht, sollte vielleicht tatsächlich besser auf Wildkräuter und Wildbeeren verzichten.

      Alles erdenklich Liebe, Lill

  2. Liebe Lill , ich bin ein großer Liebhaber von Wildkräutern. jedesmal wenn ich irgendwo einen Artikel finde über Wildkräuter freue ich mich, es ist der Austausch von Gleichgesinnten und die Erfahrungen die mich immer reicher an Wissen machen. Darum mag ich auch Bücher sehr gerne,oder unterhalte mich mit alten Menschen gerne.
    Meine Großmutter hat uns Kinder immer mitgenommen zum Kräuter sammeln, die nach der Verarbeitung dann in die Apotheke gebracht wurden. Das sind wunderschöne Erinnerungen an meine Oma und die damalige Zeit.
    Ihr verdanke ich auch mein Wissen und meine Liebe zu den Wildkräutern.
    Ich grüße dich ganz herzlichst und danke dir für deine netten Kommentare bei mir am Blog. Edith

    1. Liebe Edith,
      ich finde es wunderschön, was Du mir heute hier auf meinem Blog über deine Erfahrung & Erinnerung mit mit deiner Oma geschrieben hast. Auch, dass ihr die Kräuter in die Apotheke gebracht habt – sehe ich als eine so schöne Zeit und es berührt mich sehr. Normal blicke ich nicht all zu oft in die Vergangenheit zurück, aber solche Momente sollte man tatsächlich in seinem Herzen und in Gedanken behalten und auch vermitteln, an jene die es gerne hören möchten. Ich danke Dir von ganzen Herzen, dass Du mich an deiner Geschichte hast teilhaben lassen – einfach zauberhaft, magisch und das Herz erwärmend.

      Alles Liebe und Dir einen wunderschönen Tag voller Freude, Lill

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