Zeitpunkt zum Rosen schneiden

Rosen schneiden – wenn die Forsythien blühen

Zeitpunkt zum Rosen schneiden

Wenn des Nachbars Forsythien beginnen zu blühen, ist es Zeit zum Rosen schneiden. Der Zeitpunkt des Schnittes hat auch sehr viel mit dem phänologischen Kalender zu tun, den ich *KLICK HIER* schon einmal etwas genauer beschrieben habe.

In den letzten Jahren konnte ich immer wieder erkennen, wie wichtig es ist seine Rosen zurückzuschneiden. Zum einen verjüngt es die Rosen, zum anderen regt es auch das Wachstum an. So ein Schnitt schafft wieder Luft und natürlich Licht für die neuen Triebe.

Für diese Arbeit nutze ich immer eine Rosenschere, mit der ich auch niemals eine andere Pflanze schneiden würde. So eine spezielle Rosenschere verhindert ausgefranste Schnittstellen und beugt somit auch einer Infektion vor, die eventuell sehr schnell ins Gewebe eindringen könnte und der Rose schadet.

Keine Angst beim Rosenschnitt

Gerade weil ich meine Rosen sehr liebe, gehe ich auch nicht zimperlich beim Rosenschnitt vor – ganz im Gegenteil, ich kürze stark ein (außer bei Kletter- oder Ramblerrosen). Früher hatte ich schon etwas Angst, doch Versuch macht klug und ich habe den radikalen Schnitt bisher tatsächlich noch nie bereut.

Grundsätzlich beginne ich bei den Rosen alle toten, erfrorenen und schwachen Triebe zu entfernen – immer bis ins gesunde Holz hinein. Die Triebe mit Frostschäden fühlen sich meist sehr weich an, oder sind an der braunen Farbe zu erkennen. Außerdem entferne ich grundsätzlich alle weichen, hellgrünen Wildtriebe.

Erst nachdem ich damit fertig bin, kommt bei mir der eigentliche Formschnitt an die Reihe. Dabei gilt für mich grundsätzlich, die starken Triebe etwas weniger stark zu kürzen und die schwachen Triebe hingegen kräftig.

Die Schnitttechnik ist eigentlich bei Rosen überall gleich – so gilt es, den Rosentrieb immer über dem nach außen gerichteten Auge abzuschneiden. Jedoch immer schräg (etwas schwer zu beschreiben) zum Auge hin, so dass die Flüssigkeit der Wunde jederzeit abfließen kann.

Blütenbildung anregen

Wenn man die Blütenbildung anregen möchte, sollte man bedenken, dass sie am ein- oder zweijährigen Holz stattfindet. Gerade wenn man an diesem Holz viele Verzweigungen beibehält, hat man gute Chancen für eine üppige Blütenpracht.

Ich persönlich mache übrigens keine Ausnahmen im Rosenschnitt. Ob nun eine Beetrose, eine Strauchrose oder auch die Bodendeckerrose – alle müssen richtig Federn *ähhh* Holz lassen. Da bin ich mehr ein Gefühlsmensch und orientiere mich in etwa an der Wuchskraft des vorherigen Jahres. Mit der Zeit kommt da einfach ein Gefühl dafür, wie viel ich von den Rosen wegschneide.

Ramblerrose & Kletterrose

Bei der Ramblerrose würde ich lediglich überaltete Triebe entfernen. Bei der Kletterrose kommt es auch darauf an, ob sie einmal oder mehrfach blüht. Sollten bei der einmal blühenden Rose die Triebe zu dicht sein, sollte man zurückhalten etwas auslichten, um Platz zum Wachsen zu schaffen. Bei der mehrfach blühenden Kletterrose schneide ich regelmäßig das Verblühte weg.

Mein Tipp allgemein bei Rosen: wenn man sich eine fast ununterbrochene Blüte wünscht, sollte man die Rosenschere knapp oberhalb des zweiten fünfzähligen Blattes ansetzen – oben vom Blütenkopf ausgehend.

Ich habe gerade im letzten Jahr die Erfahrung gemacht, dass meine Rosen sehr oft neu ausgetrieben und erneut geblüht haben. Mit einer Eselsgeduld bin ich alle zwei/drei Tage durch den Garten und habe das Verblühte abgeschnitten.

Liebst du Rosen – wenn ja, welche Sorte?
Wirst Du auch vom Duft der Rosen in den Bann gezogen?
Hast Du schon einmal etwas aus Rosenblüten hergestellt?

So, nun wünsche ich Dir einen schönen Start in die Woche,
und natürlich alles Liebe,
Lill ♥

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