Hochsensibilität - die Gedanken

Hochsensibilität – die Gedanken

Hochsensibilität – die Gedanken

Was sich seit meiner Kindheit regelmäßig in Worten, Gefühlen, Gedanken, Reaktionen und Verhaltensweisen gezeigt hat und mit all den Jahren für mich schlimmer wurde, trägt scheinbar den Namen: Highly Sensitive Person (HSP). Daher möchte ich heute über Hochsensibilität und meine Gedanken darüber schreiben.

Für mich persönlich ist der Name ‚Hochsensible Person‘ nicht von all zu großer Bedeutung. Es ist mir auch völlig egal, ob und wie viele Studien es dazu gibt. Doch dieses Thema Hochsensibilität hat mich nach all den Jahren wenigstens verstehen lassen, warum ich bin, wie ICH BIN und warum mir oft Gedanken von ‚Minderwertigkeit & Mimosenhaft‘ durch den Kopf geisterten.

Heute weiß ich nicht mehr genau, wie ich vor etwa drei Jahren auf dieses Thema gestoßen bin – da ich allgemein viel Recherche betreibe. Jedenfalls habe ich zu der Zeit zwei Tests gemacht, die schon sehr klar und deutlich zum Ausdruck brachten – JA, da ist etwas! Doch wahrhaben wollte ich es nicht und dachte ‚Ach, alles doch nur Einbildung – das ist Quatsch‘. Daraufhin kehrte ich diesem Thema wieder den Rücken zu. Doch auch nach dieser Zeit triggerte mich HSP immer wieder aufs Neue an – ich wurde quasi von dieser Thematik verfolgt, ohne dass ich je danach suchte.

Für mich war diese Kraft, mit der mich das Thema HSP verfolgte, sowie ein langes, sehr offenes Gespräch mit meiner Freundin und meinem Lieblingsmensch schließlich ein auffallendes Zeichen, nun doch etwas genauer hinzusehen. Erneut machte ich einen Test, der diesmal tiefer ins Detail ging und alles viel besser aufschlüsselte, so dass ein klares Bild entstehen konnte. Als ich das Ergebnis vor Augen hatte, wusste ich jedoch nicht recht, ob ich jetzt darüber lachen oder weinen soll!

Die Formen von Hochsensibilität – wie sie sich zeigen?

Oft wird das Thema HSP noch zusätzlich in folgende Kategorien aufgeteilt:

  • Kognitive Hochsensibilität
  • Sensorische Hochsensibilität
  • Spirituelle Hochsensibilität
  • Empathische Hochsensibilität
  • Genau aus diesem Grund, wusste ich nicht ob ich lachen oder weinen soll, denn bei mir treffen alle vier Bereiche fast gleichermaßen zu. Das macht einem das Leben nicht gerade leichter, wenn man damit im Alltag nicht sinnvoll umgehen kann. Bis heute kann ich in vielen Bereichen noch immer nicht damit umgehen. Daher wirft es mich immer wieder aus der Bahn und ich benötige oft mehrere Tage, um wieder in die Spur zu kommen.

    Das POSITIVE: es ist keine Krankheit, sondern nur eine völlig andere Reizverarbeitung – scheinbar eine neurologische Besonderheit. Völlig egal, wie es noch beschrieben wird. Und NEIN, dadurch bin ich nicht besser oder schlechter als andere Menschen! Ich reagiere in vielen Situationen einfach nur etwas anders auf Eindrücke, Gefühle, Themen und vieles weitere. Mehr darüber zu lesen, gibt es im zweiten Beitrag ‚Hochsensibilität – Erleben & Empfinden‘, da es sonst zu viel Text wird und das Thema bestimmt auch nur wenige interessiert.

    Nur wenn ich im Außen offen und ehrlich aufkläre, haben die Sprüche „Du bist so ein Sensibelchen“, sowie „Leg dir ein dickeres Fell zu“ oder „Sei doch nicht so empfindlich“, genau wie „Stell Dich nicht so an“ ein Ende. Ich glaube ganz fest daran, dass sich die Hochsensibilität sinnvoll ins Leben integrieren lässt – denn ALLES liegt im Bereich des Möglichen!

    Bist Du selbst davon betroffen? Wenn JA, wie gehst Du damit um?
    Kanntest Du Hochsensibilität schon vor meinem Beitrag?
    Kennst Du Menschen in deinem Umfeld mit Hochsensibilität?

    Falls Du Fragen hast, darfst Du mich gerne anschreiben,
    ansonsten wünsche ich Dir alles Liebe, sowie einen zauberhaften Tag,
    Lill ♥

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    8 Replies to “Hochsensibilität – die Gedanken”

    1. Liebe Lill, ich ziehe meinen Hut vor dir! Es ist ein Meilenstein, dieser Post von dir! Meine Güte, ich bin nochmal freu, dass ich bei dir lesen darf.
      So kann ich eine neue Facette an dir kennenlernen, eine Seite deiner Selbst, die so besonders ist. Besonders, meine ich im Sinne von individuell, „ganz Lill“, aber ich persönlich mag das Wort „betroffen“ in diesem Zusammenhang nicht. Verzeih mir, vielleicht steht mir nicht zu es zu schreiben, aber es ist meine Meinung und meine Wahrnehmung – eigentlich mag ich dieses Wort gar nicht, es ist ein Unwort, der uns einen Stempel aufdrückt und uns kleiner und bedürftiger macht. Und es macht uns zum Opfer. Aber das sind wir nicht und das bist du nicht, liebe Lill. Hochsensibel ist in meinen Augen, wie eine Auszeichnung, wie ein Krönchen setzten! Ob ich es bin? Weiß ich nicht, womöglich ja, auch wenn ich deswegen nicht so einen Strass habe, wie es geschrieben steht. Ich habe meine Art damit umzugehen. Für meine Themen, Probleme und Fragen suchte ich immer Hilfe und Anregungen bei den „alternativen“ Heilungsmethoden und nicht bei der Schulmedizin & Wissenschaft & Co. Zum Beispiel durch Astrologie habe ich meine „Bausteine“ kennengelernt und ich weiß (auch nicht immer), warum es so ist, wie es ist.
      Altes Wissen ist die Quelle, die ich mich gerne bediene. Und ich habe auch erfahren, warum ich bin, wie ich bin und dass das einen Sinn hat.
      So ist es auch bei dir, du Liebe, dass es einen Sinn hat und damit eine Aufgabe im diesem Leben verbunden ist und eine Verantwortung. Und das ist kein Grund, um sich kleiner zu fühlen. Im Gegenteil, es gibt noch ganze Menge Leute denen du helfen kannst, mehr Verständnis und mehr Akzeptanz für den eigenen Schicksal zu entwickeln. Und das Übernehmen dieser Aufgabe, den Schritt zu tun… das macht größer und selbstbewusster.
      Manchmal schiebt sich der Weg alleine vor die Füße:)
      Alles Liebe, Grażyna

      1. Liebe Grażyna,
        ich freue mich, dass Du mir auf diesen Post geschrieben hast. Das Du das Wort persönlich nicht magst, kann ich verstehen. Und es steht Dir sehr wohl zu, Dich dazu auch mitteilen zu dürfen, dazu ist mein Blog doch ebenso da.
        Zuerst hatte ich es nach deinen Worten in ‚berührt‘ geändert, doch das wäre verfälscht gewesen, da es zu Beginn nun tatsächlich so aus mir heraus kam. Doch ich möchte Dir gerne auch erklären, weshalb ich es so geschrieben habe. Ich persönlich sehe mich gar nicht als Opfer, zumal es hier auch keinen Täter gibt – zumindest nicht für mich. Die Hochsensibilität gehört zu mir und ich darf lernen, sie als Freund und nicht als Feind zu sehen. Doch als es mir damals klar wurde, war ich im ersten Moment tatsächlich betroffen, so wie noch viele andere Menschen. Hätte ich ‚berührt‘ geschrieben, könnte man das Wort anders auffassen, als ich es gemeint habe. Denn in der Anfangsphase des Lernens damit seinen Frieden zu schließen, ist man meist betroffen (schwer zu erklären wie ich es meine), und möglicherweise schlüpft man auch erst einmal in die Opferrolle, wenn man nicht tiefer in sich Selbst hineinsieht oder lauscht. In diesem Fall kann ich das zumindest von mir ganz sicher so sagen.
        Im übrigen finde ich viele Worte allgemein etwas schwierig, denn für mich ist GLEICHGÜLTIGKEIT oder ALLEINSEIN zum Beispiel etwas ganz anderes, als dass, was die meisten darunter verstehen.
        Mit der Schulmedizin, Wissenschaft & Co erkenne ich eine große Gemeinsamkeit, doch von Astrologie habe ich keine Ahnung. Ich bewege mich da vor allem in Richtung Energiearbeit, Radiästhesie, Homöopathie & Spagyrik.

        All das ist für mich persönlich eine wundervolle Erfahrung der Selbstbestimmung und daran darf man täglich wachsen.

        Alles Liebe und eine wunderschöne Nacht, Lill ♥

    2. Liebe Lill,
      für mich ist dieser Sachverhalt völlig neu. Ich höre jetzt zum ersten Mal davon. Allerdings kann ich einiges von dem, was Du schreibst, aufgrund persönlicher Erfahrungen, sehr gut nachvollziehen. Ich habe selbst erfahren, wie schwer es ist einen bestimmten Sachverhalt zu akzeptieren. Das ist ein echter Lernprozess und obwohl der jetzt schon lange stattfindet, dieser Lernprozess, gibt es doch immer wieder Momente, die mich wirklich zurück werfen in alte Denkmuster und Verhaltensweisen. Aber es wird besser.
      Diese Sprüche „Du bist so ein Sensibelchen“, sowie „Leg dir ein dickeres Fell zu“ oder „Sei doch nicht so empfindlich“, genau wie „Stell Dich nicht so an“ (die habe ich jetzt einfach mal kopiert) kenne ich auch aus meiner Jugend. Komisch, das hatte ich ganz vergessen. Und jetzt wo ich darüber nachdenke sehe ich sogar meine Tante wieder vor meinem geistigen Auge, wie sie mir so einen Spruch reindrückt und das mit einem Habitus als wäre es das Normalste auf der ganzen Welt.
      Das ist ein sehr interessanter Post. Danke dafür.
      Und ich wünsche Dir eine schöne Woche.

      Viele liebe Grüße
      Wolfgang

      1. Lieber Wolfgang,
        ich finde es so toll, dass Du mir so ehrlich und offen dazu schreibst. Ganz vielen lieben Dank dafür!
        Ich glaube, dieser Lernprozess wird nicht aufhören, da wir Geschöpfe sind, die immer weiter wachsen und lernen dürfen. Diese Sprüche und viele weitere davon , habe ich so oft in meinem Leben so hören bekommen und auf lange Sicht haben sie so vieles in mir geprägt – mir einen Stempel aufgedrückt. Doch es liegt an uns allein, hier eine Veränderung oder Justierung vorzunehmen. Wir sind nicht mehr diese wehrlosen Kinder & Jugendlichen und dürfen erkennen und uns frei entfalten, in eine Richtung wie auch immer diese für jeden Einzelnen aussehen mag.

        Jetzt bin ich schon neugierig, wie Du wohl auf meinen zweiten Beitrag reagieren wirst *lach*. Dort beschreibe ich im Grunde sehr genau, wie es sich bei mir mit der anderen Art der Reizverarbeitung im kompletten Alltag auswirkt.

        Alles erdenklich Liebe, Lill

        1. Liebe Lill,
          ich freu mich auf den zweiten Beitrag. Lernen ist wichtig, nur manchmal kommt einer dieser Stempel plötzlich wieder hoch und nachher wundere ich mich selbst, wie das jetzt wieder passieren konnte. Aber es wird besser, denn jedesmal lerne ich wieder, nur für meine Umgebung ist das manchmal nicht so leicht.
          Ich wünsche Dir einen schönen Feiertag.

          Viele liebe Grüße
          Wolfgang

          1. Lieber Wolfgang,
            ich kann deine Worte so gut nachvollziehen und ich könnte gerade echt glauben, ich selbst hätte sie geschrieben. Hier ein kleines Zitat für Dich, dass dazu sehr gut passt:

            „Wenn Dir Steine in den Weg gelegt werden, dann stelle Dich auf sie, versuche die Balance zu halten, genieße die Aussicht, lächle darüber und nehme es an ohne Bewertung, spring und gehe deinen Weg wieder ein Stück weiter.“

            (Zitat: von Lill von Seelenbotschaft)

            Alles Liebe, Lill ♥

    3. Liebe Lill,
      unter Deiner letzten Antwort habe ich den Button zum Antworten nicht gefunden, deswegen antworte ich so.
      Das Zitat ist super, ich werde versuchen, beim nächsten Stein auf meinem Weg daran zu denken.
      Und jetzt wünsche ich Dir ein wundervolles Wochenende.

      Viele liebe Grüße
      Wolfgang

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