Liebe ist keine Kosten-Nutzen-Rechnung

Gedanken zur Liebe [1.Teil]

Liebe ist keine Kosten-Nutzen-Rechnung

Vielleicht scheint diese Überschrift » Liebe ist keine Kosten-Nutzen-Rechnung « heute etwas provozierend. Doch leider ist mir genau diese Art, wie scheinbar eine Menge Menschen über die Liebe denken nicht völlig fremd. Erst vor kurzem kam mir von jemanden folgender Satz zu Ohren: „Ich habe so viel in diese Beziehung investiert“.

Ganz ehrlich, mir hat es bei diesem Satz schlagartig die Nackenhaare aufgestellt und ich bekam fast am ganzen Körper eine Gänsehaut. Und doch gab es einst auch Zeiten in meinem Leben, wo dieser Spruch durchaus auch aus meinem Munde hätte kommen können.

Natürlich kann und möchte ich an dieser Stelle nicht für andere Menschen und ihre Gefühle und Gedanken sprechen. Und natürlich schon gar nicht in irgendeiner Art und Weise über sie urteilen. Doch bei mir persönlich weiß ich glücklicherweise seit vielen Jahren, worin der Fehler lag. Es hatte einst IMMER mit folgenden Themen zu tun, die für mich persönlich definitiv gar NICHTS mit Liebe zu tun haben.

Themen über Mangel an Liebe

  • Kontrolle haben wollen
  • geringes Selbstwertgefühl
  • Eifersucht & Misstrauen
  • Angst allein zu sein
  • eigene Unzufriedenheit
  • Vergleiche anstellen
  • Klammern & Einengen
  • Partner ‚al gusto‘ zurechtstutzen
  • schlechte Erfahrungen übertragen
  • Erwartungshaltung an den Partner
  • Schuld beim Partner suchen
  • Verantwortung an Partner übertragen
An dieser Aufzählung erkennt man klar und sehr deutlich – nicht immer ist dort Liebe drin, wo Liebe scheinbar draufsteht (bzw. so gesehen wird).

Heute kann ich mich noch immer an einen ganz bestimmten Satz von meiner Mutter erinnern, den sie oft in Bezug auf eine Beziehung zu mir sagte. Dieser Satz hat sich nach all den Jahren bei mir regelrecht in meinen Kopf eingebrannt und ich erkenne heute den Sinn darin. Doch damals konnte oder wollte ich diesen Spruch einfach nicht verstehen – keine Ahnung was der Wahrheit entspricht. Vielleicht war ich einfach nicht ganz EHRLICH mit mir selbst, oder wollte einfach nicht hinsehen.

Das wird nicht weiter helfen und es ist gewiss nicht die letzte Beziehung gewesen, denn solange Du nur den Mann auswechselst, wird sich nichts verändern.

(Zitat meiner Mutter)

Hohe Erwartungshaltung – oder Geschichten, Träume und Wünsche

Wenn die scheinbare Liebe nicht unseren Erwartungen (oft der Ursprung aus romantischen Geschichten und der Vergangenheit) entspricht, entwirft der Verstand sehr schnell und oft völlig falsche, verzerrte, bedrückende Szenarios, weil er gerade nur Begrenzungen sieht und keinerlei Chancen. Daraus entsteht Druck, Stress und leider meistens ganz automatisch eine Verletzung im Innen (bei uns selbst) wie auch im Außen (beim Partner). Solange wir in unserem Partner etwas suchen, das wir in uns selbst finden sollten, werden wir zwangsläufig ENT|TÄUSCHT und das macht sogar Sinn. ツ wenn man ihn erkennt. Dadurch kommt man am Ende hoffentlich zur Selbstbesinnung!

Liebe – mehr als nur fünf Buchstaben

An dieser Stelle möchte ich den Post für heute beenden, denn schon nach den ersten geschrieben Sätzen war mir sehr schnell klar, da möchte viel mehr über das Thema aus meinem Inneren heraus. Und all DAS, was so gerne heraus möchte kann ich nicht in einem einzigen Beitrag unterbringen. Daher wird es noch ein weiteres Posting zu diesem Thema und meinem Lösungsweg geben, der in etwa Lauten könnte:

Was bedeutet Liebe JETZT für mich?
Oder auch einfach der Schlüssel zum Herzen?

Schönen Tag und alles Liebe,
Lill ♥

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4 Replies to “Gedanken zur Liebe [1.Teil]”

  1. Liebe Lill,
    Liebe ist sicher ein schwieriges Thema und ich finde es sehr mutig von Dir, dass Du Deine Gedanken an dieser Stelle niederschreibst.
    In diesem ersten Teil, stimme ich Dir in allen Punkten zu, wenn wir Liebe erfahren wollen, müssen wir zuerst einmal mit uns selbst klar kommen.
    Gerade muss ich an die vielen Geschenke denken, die Partner zu festen Terminen, Geburtstag usw., sich gegenseitig schenken. Nur allzu oft schenkt man etwas dem Partner und beschenkt aber in Wahrheit sich selbst. Davon war ich früher auch nicht frei.
    Ich bin schon auf Deine nächsten Posts gespannt.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

    1. Lieber Wolfgang,
      deine ersten Worte kann ich nur im positiven Sinne zurückgeben, denn auch Du bist mutig, deine Gedanken hier mit mir zu teilen. Und ich danke Dir für deine ehrliche, offene Art.

      Auch das Thema ‚Geschenke‘ kenne ich nur all zu gut – selbst Jahre so ver|fahren. Es wird bei uns in dieser Art und Weise schon lange nicht mehr zelebriert.

      Vielen lieben Dank für deine Worte und alles Liebe, Lill

  2. Lill, ich bin schon so gespannt auf den Folge-Post. Ich bin ja schon so weit, das ich die Probleme, wenn es denn welche sind, bei mir suche. Wobei ich mittlerweile auch da angekommen bin, mir die Frage zu stellen: Warum kann man sich selber nicht einfach auch genug sein? Und das ganz ohne überzogene Selbstliebe. Warum erwartet eigentlich die Gesellschaft, das man eine Beziehung haben muss. Vielleicht ist man gerade einfach so zufrieden und glücklich wie es ist. Wenn es soweit ist, wird das Herz schon bereit sein.
    Ganz liebe Grüße und schöne Oster, falls wir vorher nichts mehr hören!
    Michéle

    1. Liebe Michéle,
      erst einmal auch Dir ganz lieben Dank für deine Worte in Bezug auf das Thema. Ich persönlich bin der Meinung, man kann und vor allem DARF sich selbst auch genug sein, ohne überzogene Selbstliebe. Was die Menschen von Dir erwarten oder über deine Art zu Leben auch immer denken – es darf an Dir unberührt vorbeiziehen, denn sie leben nicht dein Leben! Mit dem Herz hast Du etwas für mich wichtiges angesprochen, denn auch ich denke, wenn es bereit ist für mehr, wirst Du es bestimmt erkennen.

      Ein schönes, stressfreies Osterfest und alles erdenklich Liebe, Lill ♥

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